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Bewusstsein, Vielfalt und Sichtbarkeit

 

LGBTIQ* Bewusstsein

Die LGBTIQ*-Bewegung wurde im letzten Jahrhundert gegründet. In den 1960er Jahren schlossen sich verschiedene politische, soziale und kulturelle Organisationen zusammen, um eine Bewegung zu schaffen, die auch in Düsseldorf zunehmend sichtbar wurde. In Düsseldorf und Köln wurden etwa zur gleichen Zeit die ersten homosexuellen Zentren und Sportvereine gegründet. Düsseldorf ist eine weltoffene Messe- und Handelsstadt mit einem hohen Migrationsanteil und war schon immer extrem liberal und aufgeschlossen. So hat Düsseldorf beispielsweise den größten LGBTIQ*-Karnevalsverein in Deutschland und den ersten schwulen Karnevalsprinzen des Landes gewählt. Die verschiedenen Clubs und Initiativen stehen in regelmäßigem Kontakt miteinander und werden auch von der lokalen Regierung unterstützt. Im Laufe der Jahre wurden viele Aktivitäten, Themenwochen und ähnliche Veranstaltungen organisiert und gefördert. Jüngster Erfolg ist die Einrichtung einer Trans*gender-Beratungseinrichtung in Düsseldorf und der Gruppe "Mashallah!" für schwule und bisexuelle Flüchtlinge.

 

Vielfalt, ein politisches Programm

Wir planen, Kategorien für alle Geschlechtsidentitäten in allen Sportarten einzurichten. Wie bei den Laufveranstaltungen des Düssel-Cup respektieren wir alle individuellen Geschlechteridentitäten und garantieren jedem den Zugang zu allen Sportarten. Wir zeigen auch eine Offenheit gegenüber allen Menschen - unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Glauben, ihrer körperlichen Einschränkung oder Nationalität - in all unseren Aktivitäten. Dies wird durch unsere proaktive Unterstützung des Austauschs zwischen europäischen und außereuropäischen Kulturen dokumentiert. Im Jahr 2016 haben wir die Teilnahme eines Teams aus Uganda am Düssel-Cup unterstützt, und 2017 wurde unser Organisationsteam durch einen Palästinenser ergänzt, der eine neue Sportdisziplin organisieren hat. Sollten aufgrund der Erfahrungen bei den EuroGames 2019 oder den EGLSF-Richtlinien Anforderungen zu erfüllen sein, werden wir diese in Zusammenarbeit mit dem EGLSF und dem Diversity Committee bestmöglich zu erfüllen versuchen. Mit unserem Angebot und unserem Outreach-Programm wollen wir Athleten in allen europäischen Ländern erreichen.

 

Vermächtnis, Sichtbarkeit

Wir setzen die Tradition der EuroGames im Jahr 2020 fort und sind stolz darauf, Teil dieser zu sein. Wir haben unsere Bewerbung sehr ausführlich dokumentiert und haben mehrere Ideen (z.B. öffentliches Finale am Samstag), die auch zur zukünftigen Entwicklung der Spiele beitragen könnten. Wir hoffen zu beweisen, dass es möglich ist, die Spiele mit vertretbarem Aufwand auszurichten, so dass andere Städte ermutigt werden, sich zu bewerben. Den Auftakt zu den EuroGames 2020 Düsseldorf bildet eine umfangreiche PR-Kampagne. Sehr früh werden wir in regelmäßigen Abständen über die LGBTIQ*-Medien in Deutschland, Europa und darüber hinaus Informationen über die Spiele kommunizieren. In unserem Verteiler finden Sie auch andere relevante Medien- und Sportverbände.

In Düsseldorf und Nordrhein-Westfalen werden wir LGBTIQ*-Gruppen vernetzen um sicherzustellen, dass sich möglichst viele Aspekte der Community im Event widerspiegeln und sie dazu befähigen, teilzunehmen. Die Sichtbarkeit der EuroGames 2020 in Düsseldorf wird auch durch die Beteiligung des Rathauses und der städtischen Tourismus- und Marketingagentur (Banner, Plakate, Nutzung von Stadtflächen) sowie durch die Verbindung der Veranstaltung mit dem Festival und der Parade zum Christopher Street Day (CSD) erhöht.

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