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Vision

Unsere Vision für die bewerbung um die 18. Eurogames im Jahr 2020

Es war ungefähr zu der Zeit, als die ersten EuroGames in Den Haag stattfanden, als sich einige Leute versammelten, um die LGBTIQ Sport Community in Düsseldorf zu gründen. Bald darauf gab es drei Clubs, die in der Sportwelt der Stadt die Regenbogenfahne repräsentierten. Wir alle wurden zu einem sichtbaren Zeichen in der Stadt und darüber hinaus, denn die Mannschaften nahmen von Anfang an an den EuroGames teil. Gemeinsam haben wir auch eine große Anzahl von Projekten für Inklusion, Kampagnen und Initiativen gestartet. Zum Beispiel haben wir viele Kampagnen gegen Homo- und Transphobie im Sport organisiert, haben als offene Schwulenmannschaften an den regulären Sportligen teilgenommen und sind Teil der Bemühungen der Stadt, viele Flüchtlinge in unsere Gesellschaft aufzunehmen und zu integrieren.

 

Inspiriert von den EuroGames in München 2004 und Utrecht 2005, fanden wir es an der Zeit, der LGBTIQ-Welt ein Turnier anzubieten, und bald waren der Düssel-Cup, die Gay German Open im Tennis und der Tanz Grand Prix geboren. Überraschend erfolgreich und mit einer großen Teilnehmerzahl sind alle drei Turniere weiter gewachsen und wurden zu Meilensteinen im Sportkalender des Jahres. Bislang sind rund 10.000 Teilnehmer nach Düsseldorf gekommen und haben an unseren Turnieren teilgenommen. 

 

Um LGBTIQ Sport für Länder zu öffnen, in denen ein Leben in Freiheit und Akzeptanz nicht möglich ist, haben wir 2011 unser Outreach-Programm gestartet. Seitdem wurden mehr als 200 Sportler unterstützt, die so die Möglichkeit hatten, nach Düsseldorf zu kommen. Da Moskau die Partnerstadt von Düsseldorf ist, legen wir unseren Schwerpunkt in dieser Arbeit auf Russland.

 

Beim 5. Düssel-Cup fragten uns die Teilnehmer, warum wir nicht versuchen wollten, das Vermächtnis der EuroGames zu erweitern und uns als Veranstaltungsort zu bewerben. Wir waren begeistert von der Idee, dachten aber, wir wären noch nicht bereit. Dennoch war die Idee geboren und es wurde unser Traum, eines Tages die EuroGames auszurichten..

 

Es waren die Erfahrungen die viele bei den EuroGames 2015 gemacht haben, die uns zusammengebracht haben, um ernsthaft eine Bewerbung um die EuroGames 2020 auf den Weg zu bringen. Wir fanden es an der Zeit, uns mehr auf den Sport zu konzentrieren und den Kern der EuroGames zu sichern: gemeinsam Sport zu treiben und so Sichtbarkeit zu zeigen und inklusiv zu sein, in dem was wir tun. Wenn die Menschen den Glauben an die Fähigkeiten der EuroGames verlieren, würden wir ein großes Potenzial verlieren, das wir wertschätzen. Mit unserem langjährigen Hintergrund - LGBTIQ*-Turniere in elf der EuroGames-Kernsportarten zu organisieren - sind wir überzeugt, dass wir in der Lage sind die EuroGames auf einem qualitativ hochwertigen Niveau zu organisieren.

 

Seitdem wir mit unserer Bewerbung begonnen haben, hat sich die ganze Stadt an unserer Reise beteiligt, die von den fünf LGBTIQ*-Sportvereinen der Stadt getragen wird. Die Stadt Düsseldorf, der Oberbürgermeister und zwei Staatssekretärinnen des Landes Nordrhein-Westfalen haben sich kontinuierlich für unsere LGBTIQ*-Themen eingesetzt und mehrere Kampagnen gegen Homo- und Transphobie im Sport und im Allgemeinen organisiert. Der Düsseldorfer Stadtrat hat bereits über eine finanzielle Förderung zur Organisation der EuroGames 2020 abgestimmt.

 

Die gesamte Bewerbung wurde von Ehrenamtlichen zusammengestellt die begeistert sind, die EuroGames nach 16 Jahren wieder nach Deutschland zu holen. Bei den EuroGames geht es unserer Meinung nach nicht um Länder, sondern vielmehr um die austragenden Städte und ihre Bewohner. Wir waren schon immer Anhänger der EuroGames und wollen ihr Vermächtnis der erweitern um zu beweisen, dass große EuroGames von ehrenamtlichen Mitgliedsorganisationen des EGLSF veranstaltet werden können, genau wie unsere Freunde in Helsinki es bei den Spielen 2016 getan haben, die mehr Teilnehmer verdient gehabt hätten.

 

Wir sind Teil der EuroGames und wollen im Gegenzug etwas an die Community zurück geben!

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