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vom Europäischen                     

Schwulen-

und LesbensportVerband (EGLSF)

Der Europäische Schwulen- und Lesbensportverband (EGLSF) ist ein Sportverband für Sportler in Europa, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität. Es wurde 1989 von deutschen und niederländischen LGBT-Sportclubs gegründet, nachdem sie von den ersten Gay Games in San Francisco, USA, inspiriert wurden. Der Hauptsitz befindet sich in Amsterdam, Niederlande. Heute hat der EGLSF mehr als 120 LGBTIQ-Sportclubs aus ganz Europa als Mitglieder und repräsentiert mehr als 22.000 europäische Athleten.

 

Seit 1992 feiert der EGLSF einmal im Jahr ein riesiges europäisches inklusives Sportevent: Die EuroGames.

Die Idee zur Organisation der EuroGames - offiziell als Multisport Europameisterschaft für Schwule und Lesben bezeichnet - entstand nach den zweiten Gay Games in San Francisco 1986. Die EuroGames begannen in kleinem Rahmen. Die Grundidee war es, schwule und lesbische Athleten bei ihrem Coming-Out zu unterstützen, das Bewusstsein für den schwulen und lesbischen Sport in der breiten Öffentlichkeit zu schärfen und die Vernetzung zwischen schwulen und lesbischen Sportvereinen in Europa zu fördern. Die ersten EuroGames fanden 1992 in Den Haag statt, und die EuroGames 2012 in Budapest waren die 14. EuroGames. Die Jahreshauptversammlung des EGLSF entscheidet, welcher Bewerber oder welche Stadt die EuroGames organisieren wird.

 

vergangene, aktuelle und zukünftige EUROGAMES

Die EuroGames 2019 werden in Rom sein.

1992 / wie Alles begann

Die EuroGames fanden zum ersten Mal in Den Haag statt. Rund 300 Athleten aus fünf europäischen Ländern traten in vier Sportarten an: Badminton, Fußball, Volleyball und Basketball. Die EuroGames begannen in kleinem Rahmen, um Lesben und Schwulen die Möglichkeit zu geben, sich außerhalb der Kontrolle der breiten Öffentlichkeit zu treffen und Spaß zu haben. Die Grundidee war es, schwule und lesbische Athleten bei ihrem Coming-Out zu unterstützen, das Bewusstsein für den schwulen und lesbischen Sport in der breiten Öffentlichkeit zu schärfen und die Vernetzung zwischen schwulen und lesbischen Sportvereinen in Europa zu fördern.

 

1993 / Den Haag, Niederlande.

In der niederländischen Verwaltungshauptstadt traf sich erneut die schwul-lesbische Sportwelt. Die Sportarten wurden durch Schwimmen und Leichtathletik ergänzt. Über 540 Teilnehmer, Männer und Frauen aus 8 europäischen Ländern, würdigten die Bemühungen der Organisatoren. Die zweiten Eurospiele wurden von der niederländischen Sportministerin Hedy d'Ancona offiziell eröffnet. Wie immer war es das Ziel des EGLSF, die EuroGames auch als politisches Zeichen zu veranstalten.

 

1995 / FRANKFURT, Deutschland.

Ein Jahr zuvor, als der Frankfurter Volleyball-Verein FVV und Artemis Sport Frankfurt die EuroGames 1995  ihre Kräfte bündelten und gemeinsam veranstalteten, lagen die größten Schätzungen der Teilnehmerzahl für die 10 angebotenen Sportarten kaum über 1.000 Athleten. Bei der Eröffnung der Registrierung überforderte eine Flut von Bewerbungen die Organisatoren und in nur wenigen Wochen mussten weitere Sportstätten und Unterkünfte gefunden werden. Auch viele andere logistische Probleme mussten bewältigt werden, was der Frankfurter FVV und Artemis mit großem Erfolg taten. Am Ende genossen über 2.000 Teilnehmer die 3. EuroGames. Frankfurt am Main stellte auch das EuroGames-Logo "Star & Flame" zur Verfügung.

 

1996 / BERLIN, Deutschland.

SEMI-PROFESSIONell

Die Organisatoren freuten sich, vom 16. bis 19. Mai 1996 3.400 Athleten in 17 Sportarten begrüßen zu dürfen. Die Organisation erreichte ein Niveau des Semi-Professionalismus, obwohl die Arbeit selbst ausschließlich von Ehrenamtlichen geleistet wurde. Erstmals nahmen über 50 Athleten aus osteuropäischen Ländern an den EuroGames teil: Athleten aus Litauen, Polen, Tschechien, Ungarn, Russland und Rumänien nahmen teil. Die Berliner EuroGames stellten die EuroGames Hymne ("We Are Leaving" von Polaris).

 

1997 / PARIS, Frankreich.

die erste ausschreibung

Aufgrund der bis dahin erfolgreichen Geschichte von EuroGames zeigten drei Städte Interesse an der Ausrichtung der EuroGames 1997. Brüssel, Paris und Zürich konkurrierten um die Ausrichtung der Spiele. Es wurde beschlossen, die Spiele erstmals an Frankreich zu vergeben. Vom 20. bis 23. Juni 1997 fanden die EuroGames in Paris statt: Fast 2.000 Athleten aus 17 Ländern nahmen an 13 Sportarten teil. Die Mehrheit der Outreach-Teilnehmer bei den 5. EuroGames in Paris kam aus Frankreich, Italien und Spanien.

 

2000 / ZÜRICH, schweiz.

Die "kleine" große stadt

Die EuroGames waren größer als erwartet. Diese gut organisierten EuroGames funktionierten wie eine Schweizer Uhr. Über 4.300 Athleten nahmen vom 1. bis 4. Juni 2000 an den 6. EuroGames teil. 19 Sportarten wurden für Athleten aus ganz Europa angeboten. Das Outreach-Programm war ein großer Erfolg und 150 Athleten aus Süd- und Osteuropa nahmen teil. Nach dem Vorbild der Gay Games Amsterdam 1998 wurde ein "Rainbow Square" eingerichtet, auf dem sich Athleten und ihre Freunde zum Trinken, Essen und Musikhören treffen konnten.

 

2001 / HANnOVER, Deutschland.

die ersten kleinen spiele

Die 7. EuroGames im August 2001 waren die ersten "kleinen" EuroGames. Hannover organisierte eine sehr schöne Veranstaltung mit sieben Sportarten. Darüber hinaus hatte sich die Zusammenarbeit mit der lokalen Regierung unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister H. Schmalstieg hervorragend entwickelt. Das Tanzturnier war ein großer Erfolg, nicht nur wegen seiner politischen Aussage - der Wettbewerb war auf höchstem Niveau. Die Hannoveraner Organisatoren haben www.eurogames.info als gemeinsame Domain eingerichtet, die von allen zukünftigen EuroGames zur Information und Registrierung genutzt wird.

 

2003 / kOPENHAGEN, dänemark.

die zweiten kleinen spiele

Zum ersten Mal fanden die EuroGames in Nordeuropa statt. Die 8. EuroGames boten Volleyball, Badminton, Schwimmen, Fußball, Leichtathletik, Tanzen und einen in Skandinavien sehr beliebten Sport, Handball. Aufgrund des großen Erfolgs der vorangegangenen EuroGames und der Gay Games in Sydney, an denen viele Europäer nicht teilnehmen konnten, waren die Anmeldungen hoch: über 2.200 Teilnehmer; eine große Zahl für "kleine" EuroGames.

 

2004 / München, Deutschland.

Olympiastandort von 1972

Vom 29. Juli bis 1. August 2004 trafen sich über 5.000 Teilnehmer und Tausende von Gästen, um die 9. EuroGames zu feiern. Erstmals fand der größte Teil der Aktivitäten im Olympiapark statt. Über 20 Sportarten wurden angeboten. Teilnehmer aus aller Welt kamen zu den EuroGames nach München.

 

2005 / UTRECHT, Niederlande.

Im Juni 2005 war Utrecht die erste Stadt, die größere "kleine" EuroGames mit 9 Wettkampfsportarten veranstaltete. Fast 3.000 Athleten aus 44 Ländern traten zu den Spielen an. Erstmals war Feldhockey bei den EuroGames eine Wettkampfsportart, an der auch eine australische Mannschaft teilnehmen durfte.

 

2007 / ANTWERPen, BELGien.

Antwerpen, Belgien, veranstaltete die 11. EuroGames. Über 2.800 Athleten aus 40 Ländern nahmen an 12 Sportarten teil. Über 40% der Teilnehmer waren weiblich, und etwa 600 Freiwillige sorgten dafür, dass alles wie geplant durchgeführt werden konnte.

 

2008 / BARCELONA, SPAnien.

Unter dem Motto "Komm in den Süden, spiel mit uns!" beherbergte Barcelona über 5.000 Athleten aus 40 Ländern, die bei den 12. EuroGames 25 Sportarten ausübten.

 

2009 / Kopenhagen, Dänemark.

Die zweite Ausgabe der OutGames fand in Kopenhagen statt, wo die EuroGames 2003 erfolgreich organisiert wurden. GLISA und die Organisatoren zogen über 5500 Teilnehmer an und veranstalteten eine Konferenz zu den Themen Sport, Kultur und Menschenrechte.

 

2011 / ROTTERDAM, niederlande.

Der Sloagen "Zeig deine Farben!" zog Teilnehmer*innerin an, bei den 13. EuroGames in Rotterdam dabei zu sein.

 

2015 / Stockholm, Schweden.

 

2016 / Helsinki, Finnland.

Hel yeah! Helsinki erlebte die Rückkehr der EuroGames in den Norden Europas, und die Organisatoren enttäuschten nicht. Das Wetter schien für über 1.400 Athleten aus ganz Europa hell zu leuchten, die Sonne schien. Das Organisationskomitee aus Helsinki hat deutlich gezeigt, dass die EuroGames nach wie vor eines der besten LGBTIQ* Multisportturniere in Europa sind.

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